VSBS

Ausbildungsschema

Eine berufliche Karriere als Bootsfahr- oder/und Segellehrer sollte durch eine ordentliche fachliche Ausbildung begleitet werden. Wer in seiner Ausbildertätigkeit mehr sieht, als nur einen gelegentlichen Ferienjob, sollte seine praktische Tätigkeit mit einer verbandsgestützten Berufsausbildung kombinieren.

Gerade die im Verband organisierten Schulen fördern ihre Lehrer gerne, wenn sich diese fortbilden möchten; wer sich verselbständigt sollte sich über die Ausbildung eine vorzeigbare Qualifikation schaffen und so auch Mitglied der Bootssport-Community werden. In der Schweiz ist man nicht ohne Grund stolz darauf, dass es professionellen Bootsfahrlehrern/innen und Segellehrer/innen möglich ist mit dem eidgenössischen Fachausweis einen staatlich anerkannten Berufstitel zu erwerben; dies ist in Europa einmalig. Ebenso der eidgenössische Titel „Sportartenlehrer mit Höherer Fachprüfung“, welcher sich an die leitenden Mitarbeiter und GL-Mitglieder grösserer Sportstätten bzw. Institutionen in der Sportwelt richtet.

Auf dem Weg zur Berufsprüfung muss jeder Kandidat/jede Kandidatin zunächst die für seine/ihre Disziplin vorgesehene Basis- und Fachausbildung durchlaufen. Das abgebildete Ausbildungsschema zeigt die einzelnen Stufen der Basis- und Fachausbildung. Natürlich muss man als Aspirant selber die Prüfung zu den Führerausweisen erfolgreich abgelegt haben, die man später unterrichten will. Für Bootsfahrlehrer also den Führerausweis der Kategorie A für Motorboote; diesen Abschluss benötigen auch Segellehrer die ihre Schüler mit einem motorisierten Begleitboot betreuen. Segellehrer benötigen den Führerausweis der Kategorie D für Segelboote. Für Ausbilder im Hochseesport wird der Schweizerische Hochseeausweis oder ein gleichwertiges Patent vorausgesetzt.

Der Berufstitel des Bootsfahr- bzw. Segellehrers ist in der Schweiz von Amts wegen noch nicht geschützt. Deswegen kommt den Verbandsdiplomen als Fähigkeitsnachweis eine grosse Bedeutung zu. Die Basisausbildung als Bootsfahrlehrer/in schliesst man mit dem VSMS-Diplom ab. Nach der Basisausbildung als Segellehrer/in darf man sich J&S-Instruktor/in nennen. Mit der zusätzlichen Fachausbildung erwirbt man dann den Titel als verbandsgeprüfter Bootsfahr- bzw. Segellehrer/in. Viele Kollegen durchlaufen auch beide Ausbildungen.

Nach abgeschlossener Berufsprüfung darf man sich dann verbandsgeprüfter Bootsfahr- bzw. Segellehrer/in mit eidgenössischem Fachausweis nennen. Dieser Abschluss ist wiederum als Eingangsvoraussetzung für die Höhere Fachprüfung anerkannt.

Die VSBS bietet den professionellen Bootsfahr- und Segellehrer/innen über die Vorbereitung auf die Berufsprüfung (BP) und die Höhere Fachprüfung (HFP) hinaus ein Angebot an Weiterbildungsmodulen an, die es dem Einzelnen ermöglichen sein Wissen permanent zu aktualisieren und zu erweitern.